50 Jahre dbb bremen
50
Jahre besteht der Beamtenbund in Bremen. Seit seiner Gründung am 28. Juni 1950
mischt sich der Bremer Beamtenbund in die Berufs- und Tarifpolitik des
Stadtstaates Bremen ein. Es gab in diesen 50 Jahren Höhepunkte und Tiefen, es
gab gute und schlechte Zeiten, es gab Erfolge und Rückschläge.
Die vorgelegte Chronik kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben sie zeugt aber davon, was unsere Mitglieder in den Fachgewerkschaften und -verbänden geleistet haben, und sie soll auch davon Bericht geben, was der bremische Beamtenbund als gewerkschaftliche Dachorganisation in unserer Gemeinschaft beitragen konnte. Dienstrechtsreformgesetz, Personalvertretungsgesetz, Beamtengesetz, Schulgesetz, Hochschulgesetz, Verwaltungsgesetz usw., unzählige Ordnungen und ministerielle Regelungen, die Mitwirkung im Tarifgeschäft auf Landesebene oder unsere Mitarbeit in diversen Gremien, Arbeitsgruppen oder Kommissionen, all das und vieles mehr markieren nur unvollständig einige Eckpunkte unseres Wirkens.
Mehr denn je zeigt es sich, eine funktionierende Demokratie braucht funktionierende Gewerkschaften und zwar Gewerkschaften, die auf Meinungsfindung und Willensbildung ausgerichtet sind. Der bremische Beamtenbund und seine Fachverbände bzw. -gewerkschaften sind geradezu der inkarnierte Ausdruck von Vielfalt und Pluralität. Nicht immer einfach zu »händeln«, aber spannend, herausfordernd und im höchsten Maße kreativ allemal.
Es sind gerade diese Kriterien, die die Gründer bewogen haben, am 28. Juni 1950 den bremischen Beamtenbund zu gründen und deutlich zu machen, dass wir uns bewusst abgrenzen wollen von administrativ »verordneter« Einheit Vielfalt und Pluralität auch und besonders in der Landschaft gewerkschaftlicher Interessenvertretung sind ein wertvolles Gut für die demokratische Kultur dieses Landes. Und weil es ein wertvolles Gut ist, betrachten wir es als bremischer Beamtenbund mit großer Sorge, dass sich eine Tendenz der Vermassungen, der Fusionierungen, der Konzentrationen in fast allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens durchzusetzen scheint. Wenn diese Tendenz dann noch durch unbedachte Meinungen und Entscheidungen aus der Politik gefördert wird, besteht u.E. die reale Gefahr, dass unsere Demokratie verarmt, ihr Sinn und Inhalt entleert wird und Polarisierungen entstehen, die eher auf ein Gegen- als auf Miteinander hinauslaufen.
Obwohl es in der politischen Diskussion wohl unstrittig ist, dass der öffentliche Dienst und die privatisierten Bereiche des öffentlichen Dienstes ein wichtiger und entscheidender Faktor unserer gesellschaftlichen Entwicklung sowie Standort- und Wirtschaftsfaktor sind, und dass es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur von der Anzahl, sondern vor allem von ihrer gesellschaftlichen Stellung her verdient haben, wertgeschätzt, geachtet und anerkannt zu werden, stehen wir vor einer, vor allem von der Politik zu verantwortenden Legitimationskrise. Nein, eine Sonderstellung wollen wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes nicht. Wir lehnen auch Privilegien ab, die bisher auch nicht nachzuweisen sind. Was wir wollen, ist gleichberechtigtes Miteinander und Respekt vor den von unseren Kolleginnen und Kollegen erbrachten Leistungen - von den Frauen und Männern in den Amts-, Schulstuben, im Polizei-, Vollzugs- und Wachdienst oder auch dem Führerstand einer Lok.
Es gibt wohl keinen Berufsstand; der so unter öffentlichen Dauerangriffen steht, wie der des öffentlichen Bediensteten. Jedem, der [politische] Verantwortung in diesem Land trägt, schreiben wir ins Stammbuch: wer Stabilität demokratischer und rechtsstaatlicher Verhältnisse will, darf den öffentlichen Dienst nicht demontieren.
Ich bin fest überzeugt, dass dabei auch an der Schwelle des 21. Jahrhunderts nur die bewährte Qualität von Beamten und Arbeitnehmern auch in der Zukunft die Gewähr dafür bietet, dass die Aufgaben des Staates im Interesse der Bürgerinnen und Bürger von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im öffentlichen Dienst reibungslos erledigt werden können.
Beamte, die diesen Dienst am Gemeinwohl ausüben, bedürfen daher der existentiellen Unabhängigkeit, wie sie durch den Beamtenstatus gewährleistet ist. Wer daran rüttelt, zerstört die Grundlagen, auf denen der Dienst gegenüber dem Gemeinwohl beruht. Er zerstört auch das Vertrauen der Bürgerinnen u Bürger in die Beamten, unterminiert damit jenes Fundament, auf das sich letztlich das Funktionieren des demokratischen Staates gründet. Die Politik des Deutschen Beamtenbundes hat sich, und wird sich Zukunft, nicht nur in Forderungen erschöpfen. Der Deutsche Beamtenbund ist und wird ein stabilisierender Faktor in den politischen Geschehnissen dieses Landes bleiben, ein Hort des Vertrauens für die öffentlichen Dienst Beschäftigten, ein Garant für die Bürgerinnen und Bürger, dass Gesetz und Recht in ihrem Interesse angewendet werden.
Dass wir als bremischer Beamtenbund auf eine erfolgreiche Arbeit in den letzten fünfzig Jahren zurück schauen können, ist Verdienst aller. Engagiert .und uneigennützig haben wir Hilfe und Unterstützung erfahren dürfen. Wir gehen mit Optimismus in die Zukunft.
Lassen Sie mich deshalb als Landesvorsitzender all jenen in den Fachgewerkschaften und –verbänden, Landeshauptvorstand und der Landesleitung danken, die durch ihr Mit- und Zutun beigetragen haben den bremischen Beamtenbund zu einer anerkannten gewerkschaftlichen Spitzenorganisation für den öffentlichen Dienst und seine privatisierten Bereiche zu entwickeln. Ohne die konzentrierte und persönlich hoch engagierte Arbeit der Mitglieder der Landesleitung wären die fünfzig Jahre nicht so erfolgreich verlaufen. Dank allen Mandatsträgern der Fachgewerkschaften.
Mein besonderer Dank gilt der DBB-Bundesleitung, der DBB-Bundesgeschäftsstelle und dem Team der bremischen Geschäftsstelle, ohne dessen hilfreiche Unterstützung und fachkompetenten Rat das gute Ergebnis, das wir heute vorlegen können, nicht zustande gekommen wäre.
Neue Herausforderungen sind auch neue Chancen, und der öffentliche Dienst steht mit seinen privatisierten Bereichen vor riesigen Herausforderungen. Nehmen wir sie an und auf - professionell, kompetent, visionär, pragmatisch und engagiert. So wie es auch in Zukunft unsere Art sein soll.
Gerhard Godehus-Meyer, Vorsitzender
Geschäftsführender Vorstand
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Datum |
Vorsitzender |
Stellvertreter |
Schrift- |
Schatz- |
Bemerkungen |
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Land |
Bund |
führer |
meister |
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1950 |
Senator Yström |
Remmert |
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Ziegler |
Kay |
Geschäftsstelle: Nienburger Straße 10 |
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12.12.1951 |
Senator Yström |
Remmert |
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Amelsberg |
Kay |
Senator Yström, Ehrenvorsitzender |
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05.06.1953 |
Dr. Reemtsen |
Remmert |
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Amelsberg |
Kay |
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12.05.1954 |
Bunge |
Remmert |
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Reese |
Kay |
01.09.54 Geschäftsstelle: Contrescarpe 17 |
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01.10.54 Zeitung |
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»Der Beamte im Lande Bremen |
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27.12.1956 |
Bunge |
Remmert |
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Reese |
Kay |
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1957 - 1959 |
Remmert |
Schwenker |
Retow |
Sievers |
Kay |
1. Eintrag in Vereinsregister |
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1960 |
Rumpe |
Schwenker |
Retow |
Sievers |
Kay |
15.01.57 Geschäftsstelle: Am Wall 172 |
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29.03.1961 |
Rumpe |
Schwenker |
Retow |
Sievers |
Hoyng |
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1968 |
Rumpe |
Bührer |
Retow |
Siemer |
Hoyng |
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1969 |
Rumpe |
Bührer |
Retow |
Alma Kipp |
Hoyng |
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1970 |
Dr. Gentemann |
Bührer |
Rode |
Alma Kipp |
Hoyng |
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1971 |
Dr. Gentemann |
v. Lienen |
Rode |
Langlotz |
Hoyng |
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1972 |
Hauptmann |
v. Lienen |
Rode |
Langlotz |
Hoyng |
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1973 |
Hauptmann |
Holzmann |
Rode |
Langlatz |
Hoyng |
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Mai 1974 - 1978 |
Hauptmann |
Holzmann |
Arberg |
Langlotz |
Hoyng |
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1979 -1981 |
Hauptmann |
Meyer |
Arberg |
Langlotz |
Hoyng |
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16.09.82 - 1986 |
Meyer |
Albers |
Arberg |
Langlotz |
Hoyng |
W. Hauptmann: Ehrenvorsitzender |
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26.11.1987 |
Albers |
Oetkers |
Arberg |
Gniesmer |
Hoyng |
J. E. Meyer und Langlotz; Ehrenmitglieder |
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18.10.1989 |
Albers |
Voigt |
Wagner |
Gniesmer |
Hoyng |
W. Arberg: Ehrenmitglied |
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01.11.89 Geschäftsstelle: Dobbenweg 9 |
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27.11.1991 |
Albers |
Voigt |
Wagner |
Hoffmann |
Hecker |
B. Hoyng: Ehrenmitglied |
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08.11.1993 |
Albers |
Voigt |
Wagner |
Hoffmann |
Hecker |
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13.11.1997 |
Albers |
Schmidt-Uenzen |
Pest |
Hoffmann |
Noske |
M. Brandau: Ehrenmitglied |
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07.09.1999 |
Stitz |
Schmidt-Uenzen |
Pest |
Wiedenberg |
Noske |
J. Albers: Ehrenmitglied |
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30.10.99 Th. Stitz verstorben |
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26.04.2000 |
Godehus-Meyer |
Schmidt-Uenzen |
Pest |
Wiedenberg |
Noske |
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15.11.2001 |
Godehus-Meyer |
Stölting |
Scherff |
Wiedenberg |
Noske |
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28.01.03 Geschäftsstelle: Rembertistr. 28 |
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16.11.2005 |
Godehus-Meyer | Rühl | Scherff | Boecker | Noske | |