23.12.2009
In gemeinsamer Sitzung der Bundestarifkommission der dbb tarifunion, des Bundesvorstands des dbb beamtenbund und tarifunion und der Grundsatzkommission für Besoldung und Versorgung des dbb beamtenbund und tarifunion wurden am 15. Dezember 2009 in Berlin die Forderungen des dbb in der Einkommensrunde 2010 mit Bund und Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) beschlossen. Die Verhandlungen werden am 13. Januar 2010 in Potsdam aufgenommen.
Der Beschluss im Wortlaut:
Um die Teilhabe zu sichern und den Strukturwandel zu gestalten, wird ein Gesamtvolumen von 5 % gefordert.
Die Punkte 5. bis 7. gelten nur für den Tarifbereich; Punkte 1. bis 4. gelten für den Beamten- und den Tarifbereich
Der Öffentliche Dienst steht vor großen Herausforderungen und strukturellen Veränderungen. Auf der Tagesordnung steht insbesondere die Sicherung und Stärkung des Öffentlichen Dienstes als Eckpfeiler für den Sozialstaat (Bildung, Sicherheit, Daseinsvorsorge) und auch als Standortfaktor für die Wirtschaft. Die Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Dienstes muss hierfür erhalten und ausgebaut werden. Ohne qualifiziertes und motiviertes Personal wird dies nicht möglich sein. Dies gilt für Arbeitnehmer und Beamte gleichermaßen.
Zwischen 2003 und 2009 stieg der Einkommensrückstand des Öffentlichen Dienstes gegenüber der Privatwirtschaft auf fast 5 %. Diesen Einkommensrückstand konnte auch das Ergebnis der Einkommensrunde 2008 mit Bund und Kommunen nicht spürbar verändern. Von daher ist eine lineare Verbesserung auch 2010 notwendig, um den Öffentlichen Dienst konkurrenzfähig zu halten und leistungsstark sowie zukunftsfähig zu gestalten. Nur so kann die Motivation von Arbeitnehmern und Beamten gestärkt, die Nachwuchsgewinnung für den Öffentlichen Dienst gesichert und der „Kampf um die besten Köpfe" mit der Privatwirtschaft bestanden werden.